Heilfasten und Yoga 

Jungbrunnen für Körper und Seele

 

 

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HEILFASTEN, eine freiwillige Beschränkung oder völlige Einstellung der Nahrung, gilt als eines der ältesten Heilkonzepte der Menschheit. Sie ist eine wichtige Vorbeugebehandlung, um unser wichtigstes Gut, unsere Gesundheit, dauerhaft zu erhalten.

Viel Krankheit und viel Leid entstehen in unserer heutigen Leistungsgesellschaft, in der der Organismus vieler Menschen durch Über– und Fehlernährung, durch Bewegungsmangel und ständigen Stress überfordert ist. Immer mehr gewinnen die Ideen und Erfahrungen des Heilfastens -dieser aktiven Vorsorge- und Gesundheitsmedizin - an Bedeutung und Akzeptanz. Fasten ist der stärkste Appell an die natürlichen Selbstheilungskräfte des Menschen, sowohl leiblich wie seelisch gesehen.

Der chronische Verdauungs-Stoffwechsel-Schaden ist des heutigen Menschen Zivilisationsleiden Nr. 1. Wenn die Nahrungsaufnahme am Abend zu spät, zu üppig oder unausgewogen zusammengestellt war, wird der Darminhalt in den folgenden Stunden eher durch Vergärung "kompostiert" als assimiliert. Dabei entstehen Gase und Zersetzungsprodukte, die je nach Nahrungsqualität unterschiedlich giftig sind. Bei Verdauungsstörungen bleiben diese Stoffe länger im Darm, und es kommt zu Ablagerungen an der Darmwand. Dieser Vorgang wird als Verschlackung bezeichnet. 

Bei der Umstellung von der "äusseren Ernährung", bei der dem Organismus der Brennstoff Glukose bereitgestellt wird, werden jetzt Fettsäuren, Glycerin und Ketone den Zellen zur Verdauung angeboten. Diese Umschaltung ist mit einer erheblichen Energieeinsparung verbunden. Durch die Entlastung von der Stoffwechselarbeit und die mit der "inneren Ernährung" in Gang kommende Befreiung der atmenden, inneren Oberflächen von Stoffwechselrückständen und Ablagerungen, resultiert im Normalfall eine bessere Zell- und Organfunktion, eine Steigerung der Infektabwehr und die Anregung der Zellregeneration.

Immer wieder beeindruckend ist die früher oder später eintretende Leichtigkeit der Bewegung und der Atmung. In Abhängigkeit von der Fastendauer findet eine mehr oder weniger profunde Selbstreinigung in allen Organbereichen statt.  Alle regenerativen und reparativen Vorgänge in Blut und Geweben werden direkt angesprochen. Heilfasten ist also in erster Linie "Therapie", aber gleichzeitig auch Vorbeugung und Rehabilitation.

Kaum eine Methode ist denn besser geeignet, einen Schlussstrich unter gesundheits- schädigende Gewohnheiten zu ziehen, als das Heilfasten. Dabei geht es nicht nur um den Effekt des Abnehmens, sondern einmal innezuhalten, innerlich loszulassen von der gewohnten Lebensführung, um so Körper und Seele eine schöpferische Pause zu gönnen. "Innehalten" lässt keine Verbissenheit zu, keine Selbstkasteiung und auch kein krampfhaftes Festhalten an irgendwelchen Essensverboten. Im "Innehalten" schwingt Gelassenheit mit, sich besinnen und zur Ruhe kommen.

Zum Ende der Fasten-Woche hin, setzen wir uns mit den Kriterien einer gesunden Vollwert-Ernährung auseinander.