Heilfasten und Yoga 

Jungbrunnen für Körper und Seele

 

 

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                     Y O G A  --  eine Wissenschaft ?

Von vielen westlichen Menschen wird YOGA und Meditation als fremdartig und nicht zu unserem Kulturkreis gehörend empfunden.  Denn YOGA kommt aus dem Osten, aus Indien zu uns.  Wenn wir uns daran erinnern, dass die Wurzeln unserer  (indogermanischen) Sprache auch im Osten liegen, die abendländische Philosophie in Griechenland gründet und unsere Religion im Vorderen Orient entstanden ist, erkennen wir , dass die Herkunft dieser geistigen Lehre kein Argument gegen ihre Integration in unseren Kulturkreis sein kann.

YOGA  als System der körperlich-seelischen Transformation des Menschen steht also auch dem abendländischen Menschen offen. Wenn wir durch körperlichen und seelisch-geistigen Nachvollzug der Lehre zum Kern des YOGA vordringen, erkennen wir,  dass der YOGA  sowenig indisch ist, wie das Gesetz der Gravitation englisch ist, nur weil Newton es in England  entdeckt hat. Die Stufen des Bewusstsein und die psychischen Gesetzmäßigkeiten, von denen der YOGA spricht, sind nichts spezifisch Indisches. In den Tiefen, in denen YOGA wirkt, gibt es keine Inder und keine Europäer mehr ... nur noch Menschen!

Der Weg des YOGA  ist der Weg nach Innen.  Bereits Jahrtausende bevor  hier im Westen die Grundlagen unserer heutigen Kultur gelegt worden sind, erforschten in Indien die Rishis, als Seher und Weise, die Tiefen und  Gesetze des menschlichen Geistes und der Seele.
YOGA kann als eine Wissenschaft mit ganzheitlichem Ansatz verstanden werden; eine Wissenschaft vom Menschen und seinen Möglichkeiten. Es ist eine uralte Lehre, die der vedischen Tradition entstammt (Veda, sanskrit: "Wissen, Heilige Lehre"). Sein genauer Ursprung verliert sich im Dunkel der Zeiten.

Das Wort "YOGA" leitet sich von der Sanskritwurzel "Yuj" her und bedeutet soviel wie: "binden, vereinen, anjochen".  Das "zusammenbinden" hat die Einigung des Menschen zum Ziel; die polar wirkenden Kräfte sollen harmonisch miteinander in Verbindung gebracht werden. YOGA meint also die Kunst schöpferischer Lebens- gestaltung durch eine Harmonisierung der das Leben gestaltenden Gegensätze.

In einer jahrtausendelangen Kette der Wissensvermittlung von Lehrer auf Schüler gaben die Yogis das Wissen weiter, wie durch verschiedene geistige, emotionale und körperliche Methoden der Zustand des höchsten Bewusstseins als lebendige Realität erfahren und gelebt werden kann.

Der unübersehbare und unaufhaltsame Zusammenbruch des materialistischen Weltbildes bringt immer mehr Menschen dazu,  sich mit dem ganzheitlichen System des YOGA  -und damit  mit der Sinnfrage des Menschseins-  vertieft zu befassen. Viele Menschen spüren heute, dass der einseitige, rationale Denkansatz des Westens  kein wirkliches Erkennen und Verstehen  der existentiellen Erfahrung,  der Sinnhaftigkeit des Lebens, näher bringt. Immer dringender erscheint deshalb die Notwendigkeit einer umfassenden Revision unserer Grundannahmen über die Natur des Menschen und der Wirklichkeit.

Yogische Erfahrung bietet für viele Menschen einen neuen Zugang zur Spiritualität, zum Kern und Wesen dieser menschlichen Urerfahrung.  Für die meisten bedeutet dies keine Abwendung von ihrer traditionellen Religiosität, sondern eher eine Neubelebung und Vertiefung derselben.

  HATHA-YOGA  ist diejenige Form des YOGA, die sich mit der systematischen Pflege und Schulung des Körpers befasst. Durch aufeinander abgestimmte körperliche Stellungen, durch Atem- und Entspannungsübungen wird der Körper gereinigt, gelockert und gekräftigt. Dies als Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit auf psychisch-geistigem Gebiet.